Worüber sprechen wir bei unseren Treffen?
Viele Menschen kommen irgendwann einmal an den Punkt, wo sie bemerken, dass unser erworbenes Wissen vielfach nicht mit der Realität in Einklang zu bringen ist. Die Sicherheit, die wir einst in Bildung, Medien und etablierten Systemen suchten, hat Risse bekommen. Informationen, die wir als unumstößlich betrachteten, zeigen sich oft als unvollständig oder einseitig. Unsere Wahrnehmung wird ständig gefordert, zwischen Oberflächlichkeit und Tiefe, zwischen Konvention und Wahrheit, zu unterscheiden.
Dieses Erkennen ist unbequem, aber notwendig. Es zwingt uns, innezuhalten, Gewohnheiten zu hinterfragen und die Filter zu prüfen, durch die wir die Welt bisher gesehen haben. Gleichzeitig eröffnet es die Möglichkeit, echte Klarheit zu gewinnen: über uns selbst, über die Strukturen um uns herum und über die Zusammenhänge, die lange verborgen blieben.
Wohin führt uns der Weg?
In dem wir erkennen, können wir verändern.
Der Weg, den wir gehen, ist kein technischer und kein rein juristischer.
Er ist ein menschlicher.
Wir haben Systeme geschaffen, um zu ordnen, zu schützen und zu ermöglichen. Recht, Register, Geld, Vernetzung. Alles Werkzeuge. Doch Werkzeuge verändern die Hand, die sie benutzen.
Die entscheidende Frage ist nicht, ob diese Strukturen existieren. Sie sind da. Die Frage ist, wie bewusst wir mit ihnen umgehen.
Der Weg führt nicht weg von Systemen, sondern zu einer Haltung ihnen gegenüber.
Zu der Bereitschaft, den Menschen nicht auf seine Funktion, seine Identifikationsnummer (ID-Nummer) oder seine Verwertbarkeit zu reduzieren.
Zu der Einsicht, dass Würde kein Verwaltungsakt ist und Freiheit nicht aus Formularen entsteht.
Vielleicht führt uns der Weg dorthin, wo wir wieder unterscheiden lernen …
… zwischen Mensch und Rolle.
… zwischen Verbindung und Kontrolle.
… zwischen Ordnung und Sinn.
Ob dieser Weg in mehr Menschlichkeit führt oder in perfektionierte Verwaltung, liegt nicht in den Systemen. Es liegt in uns.