Vergangenheit verstehen.
Erkenntnis bewahren.
Zukunft bewusst gestalten.

Themen

Worüber sprechen wir bei unseren Treffen?

Viele Menschen kommen irgendwann einmal an den Punkt, wo sie bemerken, dass unser erworbenes Wissen vielfach nicht mit der Realität in Einklang zu bringen ist. Die Sicherheit, die wir einst in Bildung, Medien und etablierten Systemen suchten, hat Risse bekommen. Informationen, die wir als unumstößlich betrachteten, zeigen sich oft als unvollständig oder einseitig. Unsere Wahrnehmung wird ständig gefordert, zwischen Oberflächlichkeit und Tiefe, zwischen Konvention und Wahrheit, zu unterscheiden.

Dieses Erkennen ist unbequem, aber notwendig. Es zwingt uns, innezuhalten, Gewohnheiten zu hinterfragen und die Filter zu prüfen, durch die wir die Welt bisher gesehen haben. Gleichzeitig eröffnet es die Möglichkeit, echte Klarheit zu gewinnen: über uns selbst, über die Strukturen um uns herum und über die Zusammenhänge, die lange verborgen blieben.

Menschen und Sachen

Wo bleibt der Mensch im Recht, wenn die Rechtsordnung ausschließlich mit „Personen“ arbeitet?

Was geht verloren, wenn der Mensch im Recht nur als Person erscheint?

Wird der Mensch heute nicht zur Sache, sondern zum Datensatz?

Gefährden Register, Identifikationsnummern und Profile das personale Menschenbild des Rechts?

Kann ein Recht, das den Menschen nicht kennt, ihn wirklich schützen?

Abstammung – Geburtsanzeige – Geburtsurkunde

Was geschieht rechtlich mit dem Menschen auf dem Weg von der Abstammung über die Geburtsanzeige zur Geburtsurkunde?

Ist Abstammung ein natürliches Faktum oder bereits eine rechtliche Konstruktion?

Wird mit der Geburtsanzeige ein Mensch gemeldet oder eine zukünftige Person angemeldet?

Ist die Geburtsurkunde Schutzdokument oder Eintrittskarte in ein Verwaltungssystem?

Was passiert mit dem Menschen, wenn seine rechtliche Existenz vollständig an Urkunden gebunden ist?

Eltern und Kinder

Geben Eltern das Kind an den Staat ab, wenn es durch Geburtsurkunde zur Person wird?

Wer „besitzt“ die Rechte des Kindes: die Eltern als Erziehungsberechtigte oder die Rechtsordnung selbst?

Wo verläuft die Grenze zwischen elterlicher Verantwortung und staatlicher Rechtssubjektivität?

Kollateral und Kontrolle

Was ist das Kollateral?

Führt Kollateral zu stiller Herrschaft des Vermögens?

Wer kontrolliert das Kollateral – kontrolliert er damit auch Menschen?

Wenn Eigentum entscheidet, wer frei ist – ist Freiheit noch gewährleistet?

Führt Kollateral zu stiller Herrschaft des Vermögens?

Menschenrechte – Theorie vs. Praxis

Gibt es Menschenrechte wirklich – oder nur Rechte der registrierten Personen?

Haben Menschenrechte Kraft ohne Rechtsordnung – oder existieren sie nur auf Papier?

Wer profitiert wirklich von Menschenrechten – alle Menschen oder nur diejenigen, die „sichtbar“ sind?

Wie wichtig ist Vernetzung in der heutigen Zeit?

Kann ein Mensch ohne Vernetzung Zugang zu Wissen, Geld oder Unterstützung erhalten?

Wie wichtig ist es, Erfahrungen und Ideen zu teilen, um Risiken und Chancen zu erkennen?

Kann Vernetzung den Einzelnen davor schützen, von Machtstrukturen entpersonalisiert oder ausgegrenzt zu werden?

Entstehen Innovation und kreative Lösungen erst an den Schnittstellen zwischen vernetzten Menschen?

Werden Menschen ohne Netzwerke politisch oder gesellschaftlich handlungsunfähig?

Wohin führt uns der Weg?

In dem wir erkennen, können wir verändern.
Der Weg, den wir gehen, ist kein technischer und kein rein juristischer.
Er ist ein menschlicher.

Wir haben Systeme geschaffen, um zu ordnen, zu schützen und zu ermöglichen. Recht, Register, Geld, Vernetzung. Alles Werkzeuge. Doch Werkzeuge verändern die Hand, die sie benutzen.

Die entscheidende Frage ist nicht, ob diese Strukturen existieren. Sie sind da. Die Frage ist, wie bewusst wir mit ihnen umgehen.

Der Weg führt nicht weg von Systemen, sondern zu einer Haltung ihnen gegenüber.

Zu der Bereitschaft, den Menschen nicht auf seine Funktion, seine Identifikationsnummer (ID-Nummer) oder seine Verwertbarkeit zu reduzieren.

Zu der Einsicht, dass Würde kein Verwaltungsakt ist und Freiheit nicht aus Formularen entsteht.

Vielleicht führt uns der Weg dorthin, wo wir wieder unterscheiden lernen …

… zwischen Mensch und Rolle.
… zwischen Verbindung und Kontrolle.
… zwischen Ordnung und Sinn.

Ob dieser Weg in mehr Menschlichkeit führt oder in perfektionierte Verwaltung, liegt nicht in den Systemen. Es liegt in uns.

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